Vor Ort: Heimtiermesse Hannover, 05.–07. Februar 2016

Hallo Ihr Lieben,

Anfang Februar fand in Hannover wieder die Heimtiermesse statt. Wie bereits in den letzten beiden Jahren, war ich auch dieses Jahr wieder für Euch vor Ort. Und so war es:

Vom 05. bis 07. Februar fand in Hannover, im Rahmen der abf,
die Heimtiermesse Hannover statt.

Die Heimtiermesse findet jedes Jahr im Rahmen der Freizeitmesse abf in Hannover statt.
In den vergangenen Jahren wurde die Messe immer von Veranstalter TMS Event durchgeführt, der aber im letzten Jahr Insolvenz anmelden musste. Übernommen wurden die Heimtiermessen von The Supreme Group, munichfashion.company GmbH, die, wie der Name schon sagt, bisher mehr Erfahrung in der Veranstaltung von Messen im Modebereich hatten und sich jetzt sehr schnell in das neue Thema einfinden mussten. Ein ziemlich undankbarer Job in der kürze der Zeit, da die unsichere Lage viele Interessenten vorher abspringen ließ. Dennoch konnte sich das Programm sehen lassen.

Wie auch in den letzten Jahren, fand die Heimtiermesse Hannover auch in diesem Jahr wieder von Freitag bis Sonntag statt. Da ich Freitag noch arbeiten musste, ging es für mich Samstag Vormittag los. Eigentlich war der Samstag schon ordentlich mit vielen interessanten Vorträgen für die Aquaristik gespickt, ich muss aber zugeben, dass ich nicht früh genug in der Halle war bzw. mich dann dort erstmal mit ein paar Leuten unterhalten habe, die nicht länger in Hannover waren. Messe heißt halt auch immer, viele Leute treffen, aber alles der Reihe nach 😉

Schon alleine beim Garnelenchampionat
konnte man den Besucherandrang auf
der gesamten Messe erahnen.

Als ich gegen 14.45 Uhr am Messegelände ankam, war es, wie gewohnt, voll, aber ich habe bequem noch in Eingangsnähe einen Parkplatz gefunden. Das ist bei dieser Messe in Hannover eigentlich nie ein Problem.
Wie auch im letzten Jahr, belegte die Heimtiermesse die Halle 23. In der Halle angekommen musste ich mich dann erstmal durch den relativ großen Hundebereich kämpfen. Und ja, es war viel los 😉

Der Hundebereich nahm, inklusive Aktionsfläche, ca. 1/3 der gesamten Halle ein. Den Rest teilten sich Aquaristik, Terraristik, Katzen (inklusive Katzenausstellung), Nager (inklusive großem „Freigehege“) sowie ein Restaurant- und Spielbereich. Das zeigt eigentlich ziemlich deutlich, wie die Gewichtung gewählt wurde.

Der Aquaristikbereich umfasste ca. 10 Stände sowie das Garnelenchampionat und die Aquascaping-Aktionsfläche. Wer hier also nur gekommen war, um bei den Ständen zu gucken, der wurde für die 13 Euro Eintritt (die dann aber für die gesamte abf galten) enttäuscht. Es sei denn vielleicht, er wollte günstig ein Aquarium kaufen. 😉

Aber da die Heimtiermesse eben nicht „nur Stände“ ist, zeige ich Euch jetzt, was es aquaristisch zu erleben gab:

Aussteller

Wie oben schon erwähnt, gab es ca. 10 Stände im Aquaristikbereich, die zwar keine große Möglichkeit zum lange durch den Bereich schlendern boten, aber dennoch für jeden was dabei hatten – wenn man nichts spezielles gesucht hat.

Am großen JBL-Stand gab es eigentlich
alles, das man an Zubehör gebrauchen
könnte.

JBL stellte einen der größten Stände und hatte alles Mögliche an Zubehör dabei, was man so kennt: Futter, Wassertests, Filter etc. Wer hier also Markenware kaufen wollte, war schon relativ gut bedient.

Für eine große Aquarienauswahl sorgte Juwel, die, ebenfalls auf einer vergleichsweise großen Fläche, einige Aquarien zeigten und verkauften.

Fluval zeigte auf seinem Image-Stand
viele schöne Aquarien und eine große
Neuheit.

Rein zur Information war der dritte große Hersteller mit seinem Stand vertreten: Da Fluval, wie eigentlich auf jeder Messe, als Hersteller ausstellt und nicht mit einem Vertriebspartner zusammen arbeitet, konnte man sich zwar jede Menge Anregungen holen, aber kein Aquarium am Fluval Stand kaufen. Ein Besuch lohnte sich trotzdem, denn neben – zum Teil von Adrie Baumann – hübsch eingerichteten Designaquarien, gab es auf diesem Stand auch die einzige wirkliche große Neuheit zu sehen. Dazu aber später mehr.

Weiteres Zubehör gab es bei Aquarium Tonndorf, die auch Dupla und Tropica auf ihrem Stand untergebracht hatten sowie bei aquarianereinkauf.de, die viele günstige Kleinteile und ein paar Kleinaquarien anboten.

Wer bei Tropica nicht die Pflanze fand, die er gesucht hat, konnte noch bei der Wasserpflanzengärtnerei Oliver Krause fündig werden, die ebenfalls mit eigenem Stand vertreten war.

Fans von natürlich gestalteten 3D-Rückwänden wurden bei Back to nature fündig, die zwar mit einem kleinen Stand auf der Messe waren, aber dafür am Samstag mit Oliver Knott „Starbesuch“ hatten.

Wirbellosenfans kamen u.a. bei
Garnelio voll auf ihre Kosten, die
ständig einen großen Andrang hatten.

Wirbellosenfreunde kamen mit Garnelio, Fisch&Heim/garnelen-direkt.de und der Zierfischzucht Schau voll auf ihre Kosten. Garnelio hatte dabei die größte Auswahl an Tieren und zusätzlich sein Natureholic Futter mit. Fisch&Heim brachte, neben Tieren, einiges an Zubehör mit. Da dieser Stand sich eine Fläche mit Peters-Laden teilte, gab es hier zusätzlich auch hochwertiges Futter des sympathischen Kölner Herstellers.
Die Zierfischzucht Schau hatte, wie immer, neben Wirbellosen auch einiges an kleineren Fischen zum Verkauf auf dem Stand.

Tiere kamen übrigens bei den Messebesuchern offensichtlich sehr gut an, denn alle drei Stände waren, fast durchgängig, gut mit Publikum gefüllt.

Für Literatur sorgte der Dähne Verlag, der seine Fiebeln und
Aquaristikzeitschriften im Gepäck hatte.

Abgerundet wurde dieser „auserwählte Kreis“ der Aquaristikaussteller noch vom Stand des VDA und vom Dähne Verlag, der seine Fachbücher und Magazine zum Kauf anbot. Außerdem konnte man sich hier seine Bücher von Cartoonzeichner Toddy signieren lassen – inklusive einer „persönlichen“ Garnelenzeichnung. 🙂 (… ich hätte ja auf ne Schnecke bestanden 😉 )

Last but not least sei noch Chris Lukhaup erwähnt, der – so kurz nach seiner Papua-Reise – nicht nur Sonntag einen Vortrag hielt, sondern auch ein paar Garnelen ausstellte (und verkaufte) sowie aus Papua mitgebrachte Krebse zeigte.

Soviel zu den Ständen der Aquaristik. Ist man bereit, ein bisschen über den Tellerrand zu sehen, so wurde einem noch ein bisschen mehr geboten:

Wirbellose für die Terraristik gab es
bei The Pet Factory.

Wie in jedem Jahr, hatte auch die Terraristik auf der Messe ihren festen Platz. Zwar war auch dieser Bereich relativ klein, was Aussteller anging, mit The Pet Factory gab es allerdings jede Menge Wirbellose für Terrarien sowie Zubehör. Auch hier lohnte sich also ein Blick – auch für interessierte Aquarianer.
Wer nach einer guten Beleuchtung für sein Terrarium gesucht hat, war bei Econlux richtig aufgehoben, die ebenfalls mit eigenem Stand ausstellten – übrigens könnt Ihr von diesem Hersteller auch hochwertige Aquarien-LED-Beleuchtung kaufen.

Rahmenprogramm

Neben den Messeständen der Aussteller gab es in Hannover auch dieses Jahr wieder ein paar Aktionsflächen, die ebenfalls Interessantes zu bieten hatten:

Garnelenchampionat

Das Garnelenchampionat zog eigentlich alle Blicke auf sich.

Zum Einen fand – auch dieses Jahr wieder – das internationale Garnelenchampionat statt. In 10 Kategorien wurden hier die schönsten Garnelen – oder diese, die die Besitzer dafür hielten – ausgestellt und bewertet. Und der Blick in die Aquarien lohnte sich: Neben zahlreichen farbenprächtigen und hübsch gemusterten Caridina und Neocaridina – vorwiegend aus Deutschland und den europäischen Nachbarländern – gab es auch Hochzuchttiere aus Taiwan zu bestaunen, die in der Bewertung dann auch fast überall „abgeräumt“ haben. So hatten hier Garnelenprofis ebenso wie -anfänger oder „Normalpublikum“ eine Menge zu sehen.

Hannover Scape 2016 – Aquascaping-Contest

Auch die Contestfläche vom Aqua-
scaping war durchgehend gut besucht.

Über den Einrichtungswettbewerb Hannover Scape 2016 habe ich Euch ja schon im Vorfeld berichtet. Hier wurde der Aquarianer gesucht, der ein Fluval Vue am Besten einrichten kann. Die Einrichtung der Aquarien erfolgte im Vorfeld, bewertet wurde dann auf der Messe.
Zu sehen waren um die 10 sehr unterschiedlich gestaltete Aquarien, teilweise von bekannteren Namen (nicht zwangsläufig Aquascaper), teilweise von „Newbies“, was ich eigentlich eine sehr gelungene Mischung fand.

Gruppenfoto der Teilnehmer des
Hannover Scape 2016.

Die Siegerehrung fand am Samstag Nachmittag auf der Bühne an der Aktionsfläche statt. Hierbei wurde von den Jurymitgliedern Matthias Wiesensee und Adrie Baumann auch immer schön erklärt, was ihnen an den einzelnen Einrichtungen gut gefallen hat.
Gewonnen hat den Contest übrigens Sascha Hoyer, der ja einen Teil seiner Vorbereitung auf der Schneckenfarm-Facebookseite dokumentiert hat und nicht nur mit dem Layout sondern auch mit Kreativität in der Rückwandgestaltung punkten konnte. Herzlichen Glückwunsch, Sascha! 🙂

Terrascaping WM

Den Terrascapern konnte man beim
Live-Scaping über die Schulter schauen.

Ebenfalls einiges zum Anschauen bot – auch dieses Jahr wieder – die Terrascaping WM, gesponsort von Exo Terra. Eingerichtet wurden Nano-Terrarien sowie größere Varianten – und das live. Hier hatte man also ausreichend Gelegenheit, sich Anregungen zu holen und Profitricks abzugucken. Und so ganz nebenbei zeigten die Terrascaper, dass auch ein Terrarium keinesfalls langweilig sein muss, sondern – ebenso wie die Aquarien – einige Möglichkeiten für eine spannende Einrichtung bietet.

Vorträge und Workshops

Wer von Euch schonmal auf einer Aquaristikmesse war, der weiß, dass es dort eigentlich immer Vorträge gibt. Da ich diese Möglichkeit gerne nutze, mein Wissen zu erweitern, freue ich mich natürlich immer, wenn diese Programmpunkte recht interessant ausfallen. Und das war in Hannover wieder mal der Fall!

Ich hatte ja oben schon erwähnt, dass bereits Samstag einige spannende Vorträge stattgefunden haben, für die aber meine Zeit an dem Tag leider nicht ausgereicht hat.
So habe ich Vorträge von Kai A. Quante über Wild- und Zuchtform von Garnelen, von Ulli Bauer über Planarien, einen Vortrag über Aquarienschnecken von Alexandra Behrendt sowie die Samstags-Workshops von Jurijs Jutjajevs zum Thema Aquascaping verpasst.
Das nur, damit Ihr seht, wie viele verschiedene Themengebiete abgedeckt wurden.

Sonntag habe ich mir aber die Zeit genommen, fast alle aquaristischen Programmpunkte mitzumachen. Im Speziellen waren das ein Aquascaping- und ein Wabi-Kusa-Workshop mit Jurijs Jutjajevs (Facebook: Jurijs mit JS), ein Vortrag von Alexandra Behrendt über Alternativen zu Apfelschnecken im Aquarium sowie – natürlich – den Vortrag von Chris Lukhaup über seine Reise nach Papua, insbesondere hier über Krebse aus Papua.

Jurijs Jujtajevs und Philipp Gardemin bei einem der
Auqscaping-Workshops in Hannover.

Die Workshops von Jurijs fanden, anders als auf dem Plan angegeben, nicht im Vortragsraum, sondern auf der Aquascaping-Aktionsfläche des Contests statt. Das war auf der einen Seite sicher gut, um die Verbindung zum Thema zu haben, auf der anderen Seite allerdings war vor der Bühne relativ wenig Platz. Emfpand ich jedenfalls so. Ich muss allerdings dazu sagen, dass leider auch nur relativ wenige Leute von dem Angebot Gebrauch gemacht haben – die Anderen wissen ja nicht, was sie verpasst haben 😉

Mit Jurijs hatten wir Teilnehmer einen echten Aquascaping Profi vor der Nase. Einen, der weiß wodrauf es ankommt und was wichtig ist, aber auch einen, der weiß, was Anfänger wissen wollen und wissen müssen. Entsprechend gut sind die Workshops von ihm aufgebaut, mit viel Fachwissen, aber auch einigen Tipps. Und wenn doch mal ggf. etwas unklar war, hat Philipp Gardemin (Dähne Verlag), der die Workshops moderierte, dann die nötige Frage gestellt.
Insgesamt waren beide Workshops mit Jurijs informativ und unterhaltsam. 🙂

Jurijs in Aktion: Einrichtung eines
Aquariums, inklusive Wabi-Kusa-Ebene.

Beim Aquascapingworkshop wurde ein kleines, flaches Aquarium eingerichtet. Eine ganz spannende Sache, wie ich finde, denn aufgrund der Höhe des Aquariums war es kein „klassisches“ Aquascape, sondern oben – außerhalb des Wassers – baute Jurijs noch eine Wabi-Kusa-Ebene. In etwa so, wie das Wabi-Kusa-Aquarium von emersum, das ich Euch letztens auf meiner Facebookseite gezeigt habe.

Der Wabi-Kusa-Workshop war eine echte Mitmach-Aktion. Okay, nicht für alle, aber für eine Person aus dem Publikum. Jurijs baute vor und erklärte die Schritte, sie baute nach und bewies damit, wie einfach dieses von vielen so gefürchtete Projekt „Wabi-Kusa“ ist.
Übrigens zeigte Jurijs hier eine Variante, die auch nicht so noch nicht gekannt habe. Ich durfte also auch nochwas lernen 🙂

Zwischen den beiden Workshops von Jurijs richtete Adrie Baumann noch ein Aquarium auf dem Stand von Aquarium Tonndorf ein. Das war leider vorher nicht wirklich angekündigt, aber, da die Vorträge/Workshops eng getimet waren, „musste“ ich Adries Workshop zu Gunsten des Vortrags von Chris Lukhaup sausen lassen.

Chris Lukhaup erzählte einiges Spannendes von seiner
Papua-Reise, die er mit vielen seiner tollen Fotos
dokumentiert hat.

Chris, der erst kurz vorher aus Papua zurückgekommen war,  berichtete von seiner Reise in den Westen dieses Landes, von seiner Suche nach Krebsen und anderen Wirbellosen und von den leider sehr schlechten Zuständen der Flüsse dort. Wer Chris‘ Vorträge kennt, weiß, wie lebhaft er seine Reisen schildert, was auch dieses Mal wieder echt Spaß gemacht hat.
Aber auch fachlich war der Vortrag wirklich sehenswert. Zugegeben, ich bin nicht DER Krebskenner und kam deshalb nicht immer mit der Zuordnung der Bezeichnungen hinterher, aber es war spannend zu sehen, wie viele unterschiedliche Arten dort leben und wie unterschiedlich die Tiere einer Art gefärbt sein können, nur aufgrund ein wenig anderer Lebensbedingungen.
Was mir richtig zu Denken gab, war die Tatsache, dass die Bewohner dort in der Region, aktuell wohl die Verbreitung der Technik und die damit verbundene moderne Lebensweise und Mobilität für sich entdeckt haben. Leider heißt das auch: Dank Auto waschen in Flussnähe etc. werden die Lebensräume der Wirbellosen hier ganz schön verschmutzt. Und wie so oft, wenn etwas neu und bequem ist, interessiert es dort leider wenig, was mit der Umwelt geschieht. Heißt soviel wie: Wir müssen hilflos zusehen, wie die Flüsse dort verschmutzt und für „unsere“ Wirbellosen unbewohnbar werden, was wohl zum baldigen Aussterben der Tiere dort führt.

Danach gab es für mich noch einen interessanten Vortrag von Alexandra Behrendt über Aquarienschnecken.

Alexandra Behrendt referierte u.a.
über Alternativen zur
Apfelschnecke Pomacea.

Alex erzählte, wie oben schon irgendwo erwähnt, über mögliche Alternativen zur Apfelschnecke Pomacea im Aquarium. Zwar gab es hier letztes Jahr eine klitzekleine, leise Andeutung, dass das Verbot dieses Jahr erneut auf den Prüfstand soll und ggf. genauer spezifiert wird, welche Pomacea verboten bleibt, mittlerweile liegt aber leider die Vermutung wieder nahe, dass es einfach so bleibt, wie es ist. Die Stimmen der Aquarianer sind einfach zu leise. Insbesonderer derer, die Schnecken lieben.
Irgendwo im Vorfeld hatte ich gelesen, dass es ja keine Alternative zur Pomacea diffusa geben würde. Und natürlich stimmt das irgendwie, denn es gibt keine Schnecke dieser Größe, die es in dieser Farbvielfalt gibt, jedenfalls bisher.  Und dennoch hatte Alex einige schöneTiere für den Vortrag vorbereitet. Das ging von der, mittlerweile doch häufiger zu findenden, Pianoschnecke über Tylos bis hin zur Bella-Schnecke, die bisher leider fast ausschließlich als Wildfang zu haben ist, der sich dann schwer im Aquarium hält. Mittlerweile gibt es hier aber bereits Nachzuchten, leider alles noch im sehr kleinen Rahmen.

Neuheiten

Messen bieten für Aussteller natürlich immer die Möglichkeit, auch Neuheiten zu präsentieren. In den meisten Fällen wird man hier allerdings eher wenig wirklich neues finden, sondern viel mehr bereits etablierte Produkte.
In diesem Jahr gab es in Hannover allerdings in der Tat ein neues Produkt, auf das ich mich im Vorfeld bereits gefreut habe. Das Beste daran ist eigentlich, dass es so neu ist, dass es hier bislang lediglich den Prototyp gibt, dessen Serienfertigung allerdings beschlossen ist:

Fluval präsentierte das neue große Edge. Eine absolute Neuheit, daher noch
ein Prototyp, aber designtechnisch wieder mal eine kleine Meisterleistung. 🙂

Das neue, große Fluval Edge wurde in Hannover erstmals dem Publikum präsentiert. Rein von der Handhabung bin ich, das gebe ich ehrlich zu, bisher kein Edge-Fan. Die Optik ist super, ich stehe allerdings dazu, dass ich dann jemanden bräuchte, der es mir pflegt und einrichtet 😉
Das könnte sich mit dem neuen, größten Edge der Familie ändern, denn mit der Öffnung, die hier komplett über die Länge des Aquariums gezogen ist, lässt es sich bequem pflegen.
Die Optik des Aquariums ähnelt der des kleinsten Edge, ist also relativ flach und länglich. Dabei fasst es allerdings über 70 Liter und ist somit alles andere als nano.
Da es, wie oben angesprochen, noch ein Prototyp ist, steht die Technik hier noch nicht ganz fest. Sicher gibt es einige die auf die bisherige Technik in den Edge Aquarien schimpfen. Fluval weiß allerdings um die Probleme und wird dies sicher bei der Wahl für das Neue berücksichtigen.

AQ4 Aquaristik brachte seine neue
Futterserie mit. Ohne eigenen Stand, aber
mit viel Engagement hinter den Produkten.

Aber auch im Kleineren gab es ein paar Neuigkeiten auf der Messe, so zeigte Peters-Laden/Premium-Garnelen-Futter erstmals sein neues  Power Protein aus der Exclusive Series.

Ganz ohne Stand, dafür mit komplett neuer Produktlinie kam AQ4 Aquaristik, die ihre neue Futterserie mitbrachten und hier auch Proben verteilten. Zwei davon habe ich und werde ausführlicher berichten. Ich freu mich drauf. 🙂

Trends

Der Trend Wabi-Kusa bleibt nach
wie vor ein großes Thema in der
Aquaristik.

Wirkliche neue Trends konnte man, meiner Meinung nach, auf der Messe nicht erkennen. Wohin die Reise in der Aquaristik gehen könnte, hat sich ja bereits auf den letzten Messen 2015 abgezeichnet, dazu zählt deutlich auch das Thema Wabi-Kusa. Dieser Trend wurde hier zwar nicht neu gesetzt, aber immerhin, durch die Workshops von Jurijs, weiter aufgegriffen.
Was spannend sein dürfte und sich auch sicher weiter entwicklen wird, ist die Kombination der emersen Wabi-Kusa und den submers gesetzten Pflanzen im Aquarium, wie Jurijs es in seinem Aquascaping-Workshop am Sonntag gezeigt hat. Ich denke, dass solche Layouts zukünftig öfter zu sehen sein werden.

Kein direkter Trend, aber eine positive Entwicklung, ist sicher die Austragung der Einrichtungs-Contests für „Jedermann“ und somit auch die Motivation von „Nicht-Profis“ zur Auseinandersetzung mit dem Thema professionelle Aquarieneinrichtunge, eher ggf. sogar Naturaquaristik – was mit der Bezeichnung „Aquascaping-Contest“ wohl eher gemeint ist.
Ein Trend, der hier – für mich – eher in die negative Richtung geht, ist, dass diese Contests – nicht nur der in Hannover – aus Vermarktungszwecken als „Aquascaping“-Contests beworben werden. Zwar bezeichnen sich Aquascaping-Profis wie Oliver Knott oder Adrie Baumann längst nicht mehr als Aquascaper, dennoch bezeichnet dieser Begriff für mich mehr als (böse gesagt) nur drei Steine und eine Wurzel in ein Aquarium legen zu können. Hier würde ich gerne eine deutlichere Trennung sehen, um diejenigen, die die ganze Sache sehr professionell angehen, etwas zu schützen.
Aber das ist ja kein aquaristischer Trend im engeren Sinne 😉

Ansonsten denke ich, dass sich im Bereich Wirbellose demnächst noch ein bisschen was tun wird und hier immer mal wieder mit neuen, interessanten Arten und/oder Farbformen zu rechnen ist, die wir bislang noch nicht im Aquarium haben. Ich denke, gerade was Chris so in seinem Vortrag erzählt hat, klang ganz vielversprechend. Vielleicht wird es dahingehend ja schon ein spannendes Jahr, mal abwarten 😉

Fazit

Die Heimtiermesse Hannover war in diesem Jahr, was Aussteller aus dem Bereich Aquaristik anging, eher enttäuschend. Zwar fand man sicher irgendwie alles, was man braucht, dennoch war die Auswahl eher begrenzt und die Anzahl der Stände gering, was allerdings bedingt durch den Wechsel des Veranstalters war und durch die daraus resultierende unsichere Situation, was die Fortführung der Messe anging.

Wer die Messe allerdings als komplettes Event ansah, der kam sicher auf seine Kosten, da das aquaristische (und terraristische) Rahmenprogramm abwechslungsreich und hochwertig zusammengestellt war. Außerdem zeigte sich die Messe – auch dieses Jahr wieder – als Treffpunkt der Szene mit vielen bekannteren Gesichtern, aber auch Hobby-Aquarianern aus ganz Deutschland.
Mit Chris und Oliver war dann auch noch für den „Promifaktor“ gesorgt – ist ja vielleicht auch nicht ganz uninteressant, die „Stars“ mal zum Anfassen zu haben. 🙂

Ich für meinen Teil empfand die Messe als einen gelungenen Start in die zweite Hälfte der aktuellen Aquaristik-Saison und habe mich sehr gefreut, einige Leute wiederzusehen.

Bedanken möchte ich mich an dieser Stelle ausdrücklich beim Veranstalter The Supreme Group und beim Pressebüro der abf, die mich als Blogger im Vorfeld sehr unterstützt haben – auch obwohl die Arbeit dort sicher in der neuen Situation nicht immer „Routine“ war und gerade The Supreme Group sich hier erstmal einfinden musste.

Jetzt heißt es abwarten, wie es im nächsten Jahr mit der Heimtiermesse Hannover weiter geht. Ich fände es schön, diese Messe auch weiterhin als Starttermin jedes Jahr im Kalender zu halten und den kleinen Treffpunkt Anfang des Jahres weiter nutzen zu können.

Wie seht Ihr das? Wart Ihr auf der Messe? Wie hat es Euch gefallen? Schreibt mir einfach in die Kommentare, ich freue mich auf Eure Meinung! 🙂

Alle Fotos der Messe, findet Ihr übrigens im dazugehörigen Album auf meiner Facebookseite.

Liebe Grüße

Anja

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