Filopaludina martensi, „Ghost Pianoschnecke“ – Erste Erfahrung: erstmal ernüchternd…

Hallo Ihr Lieben,

seit kurzem hat Garnelio die geheimnisvolle, wunderschöne „Ghost Pianoschnecke“ Filopaludina martensi im Angebot.
Als jemand, der immer auf der Suche nach außergewöhnlichen, ausgefallenen Schnecken ist, war ich natürlich, aufmerksam gemacht durch Marina, eine der ersten, die diese Tiere bestellt haben. Vier Stück sollten es sein. Ab in den Warenkorb, Bestellung abschicken, alles super.

Der Versand war, wie ich es durch meine beiden vorherigen Bestellungen von Garnelio (ohne Bloggerbonus!) gewohnt bin, relativ zügig. Leider hat bei mir GLS gepennt, sodass die Tiere einen Tag länger im Paket aushalten mussten als notwendig gewesen wäre. Da sie aber gut verpackt waren, war das – zumindest bei mir – kein Problem. Meine Tiere kamen alle wohlbehalten und lebendig an.

 Gut verpackt für die Reise waren die Filopaludina martensi (rechts). Wohingegen meine Turmdeckelschnecken wieder mal im Wasser versendet wurden, waren die „Ghost Pianos“ in feuchtem Zewa eingewickelt.

Gleichzeitig mit mir hat übrigens Marina auch ihre Tiere bestellt, die einen Tag eher gekommen sind. 13 an der Zahl, allerdings waren da auch mehrere tote dabei. Scheint eine Ausnahme gewesen zu sein, da bei allen anderen martensi-Haltern, die ich bisher kenne, die Tiere lebendig ankamen.
Keine Ausnahme war es allerdings, dass die lebendigen Tiere sehr schwach waren. So schwach, dass sie sich nichtmal alleine aufrichten konnten.

Mit dieser Info und voller Sorge um meine Schnecken, bat ich also meine Mutter, die das Paket annahm, diese sofort umzusetzen. Mit Erfolg, wie gesagt, alle vier lebten.
Eine meiner Schnecken, ein Männchen – ich hatte 2 Pärchen erhalten – war sogar wirklich fit und kroch schon in der Übergangs-Box rum.
Ich entschied mich, die Tiere mit zu mir zu nehmen und testweise in einen meiner Cubes zu setzen.

Die Ernüchterung kam am nächsten Morgen: Anders als in der Box hatten sich die Schnecken nicht einen cm bewegt. Alle vier lagen noch wie am Vorabend – leidiglich zum Teil umgefallen.
Vermutlich fühlten sie sich auch durch die sehr aufdringlichen Garnelen und Posthornschnecken gestört, wobei die Garnelen eindeutig schlimmer waren.
Also packte ich morgens vor der Arbeit alle vier „Ghost Pianos“ (die übrigens garkeine Pianos sind) wieder ein und brachte sie wieder zu meinen Eltern, die als Babysitter fungierten.
Und ja, das ist tatsächlich genau so übertragbar. Die Tiere mussten mehrmals am Tag umgedreht werden, damit sie überhaupt die Chance hatten zu kriechen.
Gefüttert wurde morgens und abends mit Staubfutter, da die Tiere filtrieren. Logischerweise hab ich auf die entsprechende Wasserhygiene geachtet. Und obwohl wir alle unser Bestes gaben und alle die martensi-Halter, die ich kenne, schneckenerfahren sind, konnten wir zusehen, wie es den Tieren von Tag zu Tag schlechter ging. Absolute Ratlosigkeit.

Wir waren mittlerweile zu fünft und bei allen zeigten die Tiere die gleichen Symptome – oder eben auch nicht. Sie waren apathisch, saßen größtenteils nur rum, manchmal verschlossen sie ihren Deckel – alles nichts, was eine Schnecke normalerweise in dem Maße tut. Völlig egal, ob man das Wasser wechselte, fütterte… So wirklich rührte sich kein Tier.

 Wenn die Tiere aufrecht saßen und ein Stück die Nase rausstreckten, war teilweise schon viel geschafft. Häufig lagen/liegen sie nur auf der Seite.

Etwas verwirrend war die Tatsache, dass wir diesen Zustand der Tiere auch in einer öffentlchen Gruppe diskutierten und sich Garnelio in diesem Post dazu äußerte, dass die Tiere bei denen völlig lebendig wären und dass sie extra dazu geschrieben hätten, dass sie empfindlich und nur für schneckenerfahrene Halter wären.
DAS hatte allerdings nichtmehr viel mit schneckenerfahren zu tun. Es war eher eine Art Versuchslabor mit Tierversuchen.
Umso trauriger war es, dass wir Garnelio erst dazu drängen mussten uns zu sagen, wie sie die Tiere halten. Antwort war „auf Soil“….

Ich möchte an dieser Stelle kurz ausdrücklich betonen – gerade weil ich die Imageprobleme von Garnelio kenne – dass das hier lediglich eine persönliche Erfahrung ist und in keinster Weise den Shop niedermachen soll o.ä. Möglicherweise gibt es ja dort draußen auch Käufer der Schnecken, die sofort Glück hatten. Kann ja alles sein. Wir wahrscheinlich das ist, darf natürlich jeder für sich selbst entscheiden…

Wie man der Schreiberei vielleicht entnehmen kann, fand ich diese Antwort nicht sehr hilfreich. Allerdings ließ sich Garnelio dazu breit schlagen, eine Info in den Shop zu stellen, dass diese Tiere wirklich erst aufgepäppelt werden müssen.
Meiner Meinung nach keine unwichtige Info – wobei das dort sehr geschönt ausgedrückt ist, aber immerhin – die leider erst auf ein öffentliches Drängen dort ergänzt wurde. Ggf. erst auch auf einen Hinweis, dass hierzu ein Blogbericht erscheinen wird.

Wie auch immer, der Info Soilboden räumten wir, zugegebenermaßen, zunächst nicht so viel Bedeutung ein. Jeder von uns hielt die Schnecken irgendwie anders, auf verschiedenen Untergründen. Kies, Sand, ich hatte einen Teil meiner Schnecken auf garkeinem Bodengrund, weil ich hoffte, dass die geschwächten Tiere dort besser zurecht kommen. Und Soil alleine bringt auch wenig, wenn man die Wasserwerte nicht kennt.
Also ging das Versuchslabor in die nächste Runde. Den Tieren ging es weiterhin schlechter. Allen. Mittlerweile über 20 Tiere.

 „Normalzustand“: Wenn die Schnecken einmal umgefallen sind, schaffen sie es leider immer noch nicht, sich selbstständig aufzurichten.

Zwischenzeitlich präsentierte Garnelio den ersten Nachwuchs der Schnecken. Sah für mich ein bisschen danach aus, als wolle man der Negativ PR entgegenwirken. Ob es tatsächlich ein martensi-Baby ist, kann ich auch nicht sicher sagen, muss es aber so glauben.
Allerdings muss ich schon sagen, dass ich mir da als Kunde etwas verar***t (sorry, geht nicht anders) vorkomme, wenn der Shop genau weiß, dass dort über 20 Tiere ums Überleben kämpfen, aber man nichts besseres zu tun hat, als den ersten Nachwuchs zu präsentieren. Schade. Wirklich.

Also ging die Diskussion in besagter Facebookgruppe in die nächste Runde. Auf die Aufforderung uns endlich zu sagen, wie die angeblich ach so fitten Tiere bei Garnelio gehalten werden, folgte leider auch hier erstmal eine patzige Antwort, weil wir uns in unserer Hilflosigkeit eine Gruppe erstellt haben, in der sich nur wir Halter austauschen und niemand anderes gewünscht ist. Ich denke, verständlicherweise…
Auch hier nach etlichem Hin und Her und auch hier wieder nach dem Hinweis auf den Blogbericht, kam dann endlich ein Angebot, seitens Garnelio, dass man als Antwort auf eine Privatnachricht die Handynummer des Geschäftsführers bekäme und dann dort gerne weitergeholfen würde.
Traurig fand ich, dass auch hier wieder ein Geheimnis aus den Haltungsbedingungen der Tiere gemacht wurde. Für mich völlig unverständlich, denn Unstimmigkeiten kann man durchaus auch in einer Situation austragen, in der es nicht um Leben oder Tod geht. Zumal die Haltungsbedingungen sicher nichts sein sollte, was geheim ist.
Mittlerweile weiß ich, bzw. kann ich mir denken, wieso da so ein Geheimnis draus gemacht wird.

Nach weiterem Hin und Her in der Gruppe hatten wir Garnelio dann endlich soweit, dass sie ihre Haltungsbedingungen auch im Shop preisgeben. Mir zwar immernoch etwas wenig, da ich gerne tatsächlich alle Werte gehabt hätte, aber besser als nichts.

Jetzt, am Tag 11 nach Ankunft, haben wir damit endlich die Chance unsere Schnecken artgerecht zu halten und nicht nach Standardwerten, wie sie im Shop falsch angegeben waren. Nach 11 Tagen, in denen der kleine Körper ständig gegen falsche Wasserwerte ankämpfen musste, bleibt zu hoffen, dass es alle Tiere schaffen.

Alle Haltungsbedingungen wissen wir übrigens immer noch nicht.
Marina hat recherchiert, dass die Schnecken eigentlich auf Schlamm leben, was natürlich niemand im Aquarium hat. Wir hoffen also, dass sie diesen nicht zu sehr vermissen.

 Glücksgriff: Eine Schnecke wirklich kriechend vor die Kamera zu bekommen, ist im Moment leider noch reine Glückssache.

Wer ebenfalls mit diesen Tieren liebäugelt, sollte sich bewusst sein, dass es Schnecken sind, die Aufmerksamkeit benötigen. Sie passen in die wenigsten Schneckenaquarien, mögen – soweit ich das beurtielen kann – keine Garnelen um sich rum, benötigen zwingend die richtigen Wasserwerte (die wir alle immer noch nicht haben) etc.
Meine Empfehlung an Euch ist daher, Euch noch ein wenig zu gedulden. Entweder, bis wir die Haltungsbedingungen soweit herausgefunden haben, dass wir sie preisgeben können oder bis Nachzuchten da sind, die hoffentlich etwas stabiler im Aquarium zu halten sind. Allerdings dürfte man sich auch hier, vor Anschaffung, Gedanken um die Wasserwerte machen müssen.

Bedanken möchte ich mich an dieser Stelle ausdrücklich bei Marina, die mit ihrer Recherchearbeit schon eine Menge für die Tiere geleistet hat, bei Alexandra Behrendt, die uns mit Rat und Tat zur Seite steht und bei Anry Mahlow, der mir, als Weichwasser-Anfänger, gerade eine wirklich große Hilfe ist, um wenigstens eine kleine Chance zu haben, die Schnecken durch zu bekommen.

Von Garnelio, wie übrigens auch von jedem anderen Shop, wünsche ich mir zukünftig ein bisschen mehr Ehrlichkeit, was die Haltungsbedingungen von Tieren angeht.
Es kann und es darf nicht sein, dass man seltene Tiere anbietet, um „ganz vorne“ dabei zu sein, hier aber die Haltungsbedingungen, wissentlich, dermaßen verfälscht, dass eine sehr schwierig zu haltende Schneckenart auf einmal der Verkaufsschlager wird, die Tiere dann aber reihenweise sterben oder zumindest sehr leiden. Meiner Meinung nach ist das eine bewusst in Kauf genommene Tierquälerei! Und ja, DAS muss man so deutlich sagen.
Und manchmal ist es für das Image eines Shops auch garnicht nachteilig, wenn man sich bewusst dazu entscheidet, eine seltene Art, die so nicht in ein Aquarium gehört, garnicht erst anzubieten.

Ich halte Euch jedenfalls gerne darüber auf dem Laufenden, wie sich unsere Schnecken machen.
Aktueller Stand bei mir: 4 von 4 leben, sind aber sehr schwach.

Im Interesse der Tiere bitte ich Euch, diese Info weiter zu geben, solltet Ihr jemanden kennen, der die Schnecken haben will.
Es geht mir dabei ausdrücklich nicht darum, dass Ihr Garnelio schlecht machen sollt. Bitte weist aber darauf hin, wie schwierig diese „Ghost Pianos“ zu halten sind.

Last but not least möchte ich mich entschuldigen, wenn hier manchmal etwas zu deutlich geschrieben wurde. Leider ist diese Angelegenheit auch für mich sehr emotional. Wir alle 5 Mädels haben uns sehr auf unsere Tiere gefreut und bangen jetzt um jede Stunde, die sie weiterleben. Wir hoffen das Beste…

Liebe Grüße

Anja

Update April/2016:

Da ich beobachte, dass dieser Artikel immernoch auf großes Interesse bei Euch stößt, sei kurz gesagt, dass meine Tiere, so wie ein Großteil der Tiere bei den anderen Mädels, mittlerweile leider verstorben sind.
Aktuell sieht es desweiteren so aus, dass die Tiere abgeschliffen worden sein könnten. Hierzu hat Alexandra Behrendt einen ganz spannenden Versuch bei Facebook veröffentlicht. Garnelio hat daraufhin den Import der Tiere gestoppt.

Ich werde diese Vermutung nochmal näher betrachten und hierzu demnächst nochmal einen Artikel verfasen. Es lohnt sich also, immer mal wieder reinzuschauen. 🙂

10 Gedanken zu „Filopaludina martensi, „Ghost Pianoschnecke“ – Erste Erfahrung: erstmal ernüchternd…

  1. Bettina sagt:

    Hallo Anja!
    Ich wohne in der Schweiz und hatte mir letztes Jahr in Friedrichshafen ein Pärchen "Piano" Ghost gekauft. Hatte mich auch richtig über die Schönen gefreut. Ganz schnell ist das Mädel gestorben, war aber auch nie richtig fit. Dagegen James…der echte Runner! Er lebt inzwischen allein von seiner Art in 540l mit weissen Apfelschnecken (sehen ja sehr ähnlich aus…) und PHS und TDS und Regenbogenfischen und Welsen. Wasserwerte bei mir 12 KH und 11 GdH. Wenn Du sonst noch etwas brauchen kannst an Infos, ich trage gern etwas dazu bei.
    Und danke für den tollen Bericht. Ich hoffe diese schönen Schnecken können sich etablieren.
    LG und toi toi toi für die Tiere,
    Bettina

  2. Anonym sagt:

    Liebe Anja,
    vielen Dank für Deinen tollen Bericht. Ich habe mir diese Schnecken in einem Laden vor wenigen Tagen gekauft… Sie sind relativ ruhig, aber machen bisher keinen unfitten Eindruck. Dennoch ist die Info, dass man gut auf sie aufpassen muss, sehr hilfreich. Habe gleich Aufzuchtfutter ins Becken gegeben… Habe das auch schon gesehen, dass sie herumliegen und filtern… Meine waren recht fit (nicht bei Garnelio gekauft), aber scheu sind sie definitiv…

  3. Anonym sagt:

    Vielen Dank für Deinen tollen Bericht. Auch ich habe 4 dieser Tiere gekauft und nur noch zwei sehr schwache sind am Leben…..traurig.
    Wieder was gelernt. Hoffen wir das beste für die armen Schnecken, ich ziehe meine Konsequenzen aus dem Geschäftsgebaren!
    Gruß Tina

  4. Schneckenfarm sagt:

    Hallo Bettina,
    vielen lieben Dank für Deinen Kommentar!
    Meine Tiere haben es leider alle nicht geschafft. Ich habe aber einen befreundeten Shop, der die mittlerweile erfolgreich nachzieht. Ggf. hole ich mir dort nochmal welche.
    Gemeinsam sind wir zu der Schlussfolgerung gekommen, dass die Tiere vermutlich einfach alle sehr ausgehungert waren.
    Das mit James freut mich zu hören. Cool, dass der nen Namen hat übrigens 🙂 Ich wünsch Dir ganz viel Spaß mit dem Kleinen!

    Liebe Grüße
    Anja

  5. Andreas Barent sagt:

    Hallo Leute – schönen Gruß aus Wien
    ich hab mir die Schnecken vor mehr als ner Woche gekauft Zoogeschäft(Kette). anscheinend hatte ich viel Glück weil die 3 sind echt hochaktiv – nix mit rumhängen. gut bei mir ist auch kein Aquarium für Fische sondern halte da Zagrosmolche. ist ja auch eine eher anspuchsvolle Art mit vielen Eigenheiten. die brauchen Lochsteine bzw Ziegel und an denen bildet sich recht schnell n ordentlicher Algenbewuchs und genau dort sind meine 3 fleißig am abernten. Boden hab ich auch (für normal-Aquarianer) große Steine, aber die Schnecken sind wiegesagt recht fleißig unterwegs auch an die Scheiben und wieder retour. Na ich hoffe halt daß das auch weiterhin so bleibt weil die Berichte machen mich schon ein wenig nervös, alle andern verschiedenen Arten hatte ich noch keine Probleme – eher daß sie zu viel Nachwuchs produzieren 😉

    Andreas

    • Anja sagt:

      Hallo Andreas,
      danke für Dein Feedback! 🙂 Es gibt durchaus noch ein paar Halter, die mit ihren Tieren Glück hatten. Dass wir, mit den noch recht neuen Tieren, damals so schlechte Erfahrung gemacht haben, muss also nix heißen 😉 Ich wünsch Dir viel Spaß mit den Kleinen und viel Erfolg. Halte mich mal auf dem Laufenden! 🙂

      Liebe Grüße
      Anja

      • Andreas Barent sagt:

        so ein update zu meinem Kommentar – mittlerweile hab ich schon ne Menge Nachkommen, gut Daumennagelgroß, aber Alle n zumindest goldbraunes Gehäuse. ob sich das noch ändert? oder Albino mit Albino = Normalo???
        aber eigentlich gefallen mir die kleinen Braunlinge auch sehr gut und solang sie brav Reste verwerten ists mir sowieso wurscht!

        • Anja sagt:

          Hallo Andreas,

          danke für das sehr positive Update! Freut mich wirklich sehr, dass es den Tieren so gut geht.

          Die braune Färbung der Jungtiere kommt daher, dass das deren natürliche Farbe ist. Die weißen Tiere sind leider geschliffen. Das Weiß ist also eigentlich nicht die Gehäusefarbe, sondern die obere Schicht wurde einfach entfernt. Das ist auch der Grund, warum die Tiere häufig eher schlecht stehen im Aquarium. Ein weißes Jungtier wirst Du damit wohl eher nicht bekommen, aber ich finde die natürlich Färbung auch wirklich schön. 🙂

          Liebe Grüße

          Anja

  6. Thorsten Frank sagt:

    Hallo Anja,
    wir haben vor ca. einem halben Jahr auch zwei „Ghost Piano“-Schnecken bei einem Händler in Bremerhaven gekauft. Allerdings unter der Bezeichnung „Paradiesschnecke“.
    Unsere Wasserwerte sind GH 7-8 KH 6 PH 6,8
    Ein Tier ist mittlerweile Verstorben, obwohl sie sehr aktiv war. Wir befürchten das sie den Ancistrusnachwuchs zum Opfer gefallen ist, zumindest lag sie auf dem Gehäuse und die Ancistrus waren bereits dabei das innenleben auszusaugen.
    Die zweite ist noch immer sehr aktiv in einem seperaten Nannobecken. So wie wir es beobachten konnten, gräbt sich die Schnecke zwischenzeitlich in Kies und Sand zur hälfte ein. Es ist schwer in einem Gesellschaftsbecken auf die aufzupassen da sie ziemlich schnell sind. Habe die Überlebende seit gut 2 Wochen im Nannobecken und mußte sie seitdem kein einziges mal mehr aufrichten.
    Ich denke das die Welse oder die anderen Fische sie gekippt haben.
    Bei dem Händler haben wir bisher nur noch leere Gehäuse der Schnecken in den Becken gesehen.
    Die hatten wohl auch Probleme. Allerdings haben die auch gefärbten Garnelenkies in den Becken.
    LG Thorsten, Bremerhaven

    • Anja sagt:

      Hallo Thorsten,
      danke für Deinen Kommentar. Bin ein bisschen neidisch mit Bremerhaven 😉
      Dass die Tiere als Paradiesschnecke verkauft werden, find ich spannend, da unter diesem Namen eigentlich andere Schnecken laufen. Es lebe der Trivialname.
      Dass sich die Tiere scheinbar von anderen Schnecken, Garnelen oder Fischen stören lassen, kann gut sein. Es freut mich aber sehr zu hören, dass die Schnecke es bei Dir jetzt gut hat.
      Die vielen leeren Häuschen beim Händler kommen vermutlich leider durch den relativ schlechten Zustand nach dem Import. Um das Haus hell zu färben, werden die Gehäuse abgeschliffen. Das kannte man bisher von Muscheln, jetzt dann offenbar auch von Schnecken. Du wirst sehen, dass das Haus dunkel nachwächst.
      Ich wünsche Dir jedenfalls noch ganz viel Freude mit Deiner Schnecke und hoffe, dass sie noch lange lebt. Wie schön, dass es also auch immer wieder Positivbeispiele gibt – auch wenn der Verkauf von geschliffenen Tieren fragwürdig ist.
      Liebe Grüße aus dem blöden Inland an die Nordsee – bin öfter mal da 😉

      Anja

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